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  • Autorenbildpeterssan

17) Der Max und ich

Nach Hause

Jetzt bin ich wieder Hause. Stück für Stück. Zeit für ein Fazit. Aber ich tue mich schwer damit, vielleicht, weil ein Teil von mir nicht wahrhaben will, dass die Reise nun zu Ende ist. Viele Fragen mich, hast du nicht langsam genug? Die ehrliche Antwort ist: nein. Ich würde jetzt so gerne ganz langsam zurück nach Deutschland fahren. Oder Italien bei etwas entspannteren Temperaturen genießen. Oder noch weiter Richtung England? Oder Portugal?

Natürlich freue ich mich auch auf zu Hause, auf meine Lieben, meine Wohnung, vor allem auf mein Bett und auf Düsseldorf. Aber das könnte von mir aus noch etwas warten. Ich will nicht jammern, ich weiß sehr zu schätzen, was ich erleben durfte und will nicht undankbar erscheinen.

Dankbarkeit - komisches Wort dafür, aber das empfinde ich. Beim Yoga sagen die Lehrerinnen am Ende immer, "bedanke dich bei dir für deine Praxis", und das tue ich jetzt auch.

Ich habe zwischendurch Momente gehabt, da dachte ich, vielleicht ist es besser, früher nach Hause zu fahren. Oder wo ich nicht wusste, was die nächsten Tage passieren soll, wie ich die Zeit rum kriege. Wo ich müde war, nach Unterkünten zu suchen, nach schönen Orten, nach einem guten Restaurant. Ich konnte nicht so viel laufen, wie ich es bei der Planung gedacht hatte, meine Hüfte zickt rum.

ABER - es war trotzdem und gerade deshalb GROßARTIG! Ich habe es trotzdem gemacht.


Zwei Monate reisen durch halb Europa!

Ich bin mehr als 9000 km gefahren, durch Deutschland, Italien, Frankreich (viel Frankreich) und Spanien. Auf Fähren, über Päße, durch kleinste Gassen und Caminos, habe mich verfahren, wieder umgedreht und die Route geändert - egal. Klingt es abgedroschen? Der Weg war das Ziel. So einfach ist es. Und mein liebes, altes Auto hat alles ohne zu mucken mit gemacht!!!

Mich haben vor allem Städte oder Orte überrascht, die ich nicht auf dem Zettel hatte, wie Tours oder Biaritz. Die Îl de ré war wunderschön. Carcasonne, der Canal du Midi. Montpellier. Concarneaou. Bologna. Ach, wenn ich einmal anfange, aufzuzählen, dann höre ich nicht mehr auf.

Ich habe so viele tolle Menschen getroffen. Neben den vielen kleinen Begegnungen in Cafes und Restaurants, auch Leute, die ich vorher schon kannte, oder mit denen ich mich verbredet hatte. Conny, Marcella und Andreas, Simone, Christiane und Holger, Joschi, Andrea, Melanie, Vanessa, Tina, Sandra und Torsten. Danke euch!

Eines der besten Dinge auf dieses Reise - ich war fast jeden Tag in einem See, Meer oder Pool schwimmen!!! Das macht mich so glücklich!

Ich hab noch zwei Folgen gespeichert, die sich mit Themen wie, was hat das alles gekostet, und über was man unterwegs so spricht, beschäftigen. Die werden vielleicht noch irgendwann hinterher kommen.

Erst mal muss ich wieder zu Hause ankommen. Danke, dass ihr alle dabei wart. Eure Unterstützung war super. So habe ich mich nicht allein gefühlt. Und weil der Max dabei war -natürlich. Der gute Junge!!! Manchmal hatte ich ich ein schlechtes Gewissen, was ich ihm zugemutet hab. Aber er ist ja ein sehr entspannter Typ. Und er ist ein bisschen ein "Mama Hund", deswegen war es für ihn wahrscheinlich doch das Beste, dass ich ihn mitgenommen habe.

Was diese Reise mit mir gemacht hat, weiß ich noch nicht genau. Das wird sich vielleicht erst nach und nach zeigen. Und nicht alles eignet sich, um es in diesem Blog zu teilen.

Ich weiß nur, ich würde es immer wieder tun.

Route beendet - erst mal.

Die Welt ist ja groß ;-)


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